AICAR – Option zur Steigerung der Ausdauerleistung

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Eine Möglichkeit um dem Körper ein gesteigertes Trainingspensum vorzutäuschen und von den hieraus resultierenden zellulären Effekten zu profitieren

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AICAR ist eine Substanz, welche dem Körper auf Zellebene ein gesteigertes Trainingspensum vortäuscht. Hieraus resultiert ein gesteigertes Fitnessniveau, ohne das dabei gleichzeitig ein höherer Zeit- oder Trainingsaufwand notwendig wäre.


Zum ersten Mal in die Schlagzeilen der Medien geriet AICAR im Jahr 2009, als der Chef der französischen Anti-Doping-Behörde AFLD zu Wort gab, dass ihm einige der an der Tour de France teilnehmenden Radfahrer unnatürlich dünn vorkämen.

Einer der wichtigsten Leistungsfaktoren im Radsport ist das Verhältnis von abrufbarem Kraftpotenzial und Gewicht des Sportlers, was vor allem bei anstrengenden Bergetappen vollstens zur Geltung kommt.

Hieran erkennt man übrigens sehr gut die rasante Verbreitung neuartiger Mittel zur Leistungssteigerung im Profisport, denn die interessanten leistungssteigernden Eigenschaften von AICAR waren erst ein Jahr zuvor entdeckt worden.

Natürlich ist die Frage nach der Moral des Dopings im Profisport für die transhumanistische Steigerung des menschlichen Leistungspotenzials nicht weiter wichtig, daher schauen wir uns AICAR im Folgenden näher an.

AICAR als performancesteigernde Substanz im Überblick

Das Akronym AICAR steht für 5-Aminoimidazol-4-Carboxamid Ribonukleotid, die korrekte chemische Bezeichnung für AICAR lautet [(2R,3S,4R,5R)-5-(4-Carbamoyl-5-Aminoimidazol-1-yl)-3,4-Dihydroxyoxolan-2-yl]Methyl Dihydrogenphosphat.

AICAR ist ein strukturelles Analog zum körpereigenen Adenosinmonophosphat, welches die Aktivität des Enzyms AMPK anregt. Gleichzeitig hemmt AICAR die Aktivität des Gegenspieler-Enzyms Adenosin Deaminase.

Professor Ron M. Evans am Salk Institute for Biological Studies in La Jolla, Kalifornien, suchte nach Substanzen, welche dem Körper auf zellulärer Ebene vortäuschen, dass der Körper einer sportlichen Aktivität ausgesetzt ist, um eine mögliche Therapie für das weltweit um sich greifende Problem der Fettleibigkeit und auch Diabetes zu entwickeln.

Mit AICAR fand er im Jahr 2008 eine Lösung, welche praktisch sofort an Labormäusen getestet wurde.

Die AICAR Versuchsergebnisse zeigten, dass Mäuse, welche zuvor keine sportlichen Aktivitäten ausübten, nach 4 Wochen der Zufuhr von AICAR auf dem Laufband ihre Ausdauerleistung um bis zu 44 Prozent steigern konnten.

Bei Mäusen, welche zuvor ein reguläres Trainingspensum absolvierten, zeigte sich mit gleichzeitiger Zufuhr von AICAR eine noch deutlichere Leistungssteigerung.

Der hauptsächliche Wirkungsmechanismus von AICAR näher betrachtet

Wie bereits erwähnt entfaltet AICAR seine leistungssteigernde Wirkung hauptsächlich über die Stimulation der Aktivität des Enzyms AMPK.

Der für den Menschen essenzielle Zellbrennstoff ATP (Adenosintriphosphat) wird in den Mitochondrien hergestellt.

Wenn ATP aufgebraucht wird, wird es zunächst in ADP (Adenosindiphosphat) umgewandelt, bevor dieses im nächsten Reaktionsschritt – also wenn die Zelle wirklich keine sofort abrufbare Energie mehr zur Verfügung stellen kann – zu AMP (Adenosinmonophosphat) wird.

AMP sammelt sich also nur an, wenn eine Zelle ihren Energievorrat aufgebraucht hat. Dementsprechend existiert auch ein zelluläres Subsystem, welches den niedrigen Energiezustand entdecken kann und das Enzym AMPK aktiviert.

Dieses Enzym sorgt seinerseits hauptsächlich dafür, dass verschiedene im Körper vorkommende Fettsäuren in ATP konvertiert werden, sodass die Zelle wieder Energie zur Verfügung hat.

Durch die künstliche Aktivierung des AMPK-Enzyms in Folge der Zufuhr von AICAR wird einer Zelle also vorgetäuscht, dass sie wenig Energie zur Verfügung stehen hat, so wie es beispielsweise auch der Fall ist, wenn eine niedrige Kalorienmenge über die Nahrung zugeführt wird oder intensiv Sport getrieben wird.

Der Körper denkt also dank der Wirkung von AICAR, dass er intensiv Sport getrieben hätte und verbrennt Fett zur Energiegewinnung.

So sollte AICAR für die Steigerung der Ausdauerleistung dosiert werden

Bisher wurden keine Studien mit AICAR zur Dosierung beim Menschen durchgeführt, daher müssen die Dosiswerte bei den Versuchstieren auf den Menschen umgerechnet werden und gleichzeitig Anwenderberichte in Betracht gezogen werden.

Weiterhin sollten individuelle Faktoren, wie das Gewicht und die Aktivitätsrate des Anwenders sowie der Preis von AICAR berücksichtigt werden.

Da AICAR ein wirksames Mittel zum Gewichtsverlust und zur Fettverbrennung ist, erscheint es für übergewichtige oder fettleibige Anwender besonders attraktiv.

Auch wenn eine höhere Dosis bei diesen Anwendern allgemein einen besseren Effekt erzielen würde, sollte hierbei nicht übertrieben werden, denn sonst könnte der Stoffwechsel zu stark angeregt werden. Die Folge wären Probleme, welche entstehen, wenn der menschliche Körper zu viel Fett auf einmal verbrennt.

Die Mäuse in der oben erwähnten Studie erhielten über einen Zeitraum von 5 Wochen pro Tag eine AICAR-Dosis von 500 mg pro kg Körpergewicht.

Dies würde bei einem Menschen mit einem Gewicht von 90 kg etwa 3 – 3.5 g pro Tag entsprechen.

Bei gegenwärtig marktüblichen Preisen für AICAR entspricht dies ca. 1000 bis 1500 Euro pro Tag.

Die häufigsten Anwenderberichte sprechen daher verständlicherweise von Dosierungen im Bereich von ca. 50 – 100 mg AICAR pro Tag.

Die volle Wirkung von AICAR kommt hier allerdings nicht wirklich zum Vorschein, auch wenn es sicherlich minimale Steigerungen der Ausdauerleistung gibt.

AICAR ist somit eher ein effektives Mittel für solvente Anwender, wenn diese ihre Ausdauerleistung steigern wollen oder Fett verbrennen wollen oder einfach mal etwas Neues ausprobieren möchten.

Vom Preis-/Leistungsniveau her gesehen ist GW 501516 allerdings für alle Anwender eher die bessere Wahl.

Professionelle Sportler sollten AICAR natürlich nicht anwenden, da es seit 2009 auf der weltweiten WADA Dopingliste steht und mit großem Aufwand (der im Spitzensport sicherlich betrieben wird) nachgewiesen werden kann.