Theacrin – “Nachfolger“ von Koffein ohne Toleranzentwicklung

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Eine stimulierende pflanzliche Alternative zu Koffein ohne Toleranzentwicklung und mit geringfügig schmerzlindernden/anti-entzündlichen Eigenschaften

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Theacrin ist ein Alkaloid, welches in hauptsächlich in der brasilianischen Cupuaçu Pflanze (Großblütiger Kakao/Theobroma grandiflorum) und in der chinesischen Teepflanze Camellia kucha vorkommt. Strukturell und auch von seiner Wirkungsweise ist es eng mit Koffein verwandt, weist aber einige eigene Besonderheiten auf.

Bei wiederholter Anwendung des generell länger als Koffein wirkenden Theacrins kommt es im Gegensatz zu Koffein zu keiner nennenswerten Bildung einer Toleranz durch den menschlichen Körper.

Weiterhin weist Theacrin auch anti-entzündliche und schmerzlindernde Eigenschaften auf, sodass Theacrin vor allem für körperlich aktive Menschen eine interessante stimulierende Alternative zu Koffein sein kann.

 

Koffein ist an sich die weltweit am meisten konsumierte pharmakologisch aktive Substanz überhaupt und stellt für sehr viele Menschen praktisch ein unverzichtbares Mittel für mehr Antrieb, Energie und Wachheit dar.

Problematisch für viele Menschen ist jedoch, dass bei regelmäßigem Koffeinkonsum die notwendige Menge, um einen stimulierenden Effekt zu erzielen, immer weiter ansteigt.

Häufig entwickelt der Körper eine so hohe Toleranz gegenüber Koffein, dass selbst bei sehr hohen zugeführten Koffeinmengen kaum noch Stimulation zu verspüren ist, während jedoch Nebenwirkungen, wie Zittrigkeit oder Unruhe, durchaus weiterhin auftreten können.

Mit Theacrin gibt es nun eine sinnvolle und natürliche Lösung für dieses Problem der Toleranzentwicklung:

Theacrin funktioniert beinahe genau gleich wie Koffein, der menschliche Körper entwickelt jedoch keine bzw. kaum eine Toleranz gegenüber dieser Substanz.

Theacrin, chemisch als 1,3,7,9-Tetramethylharnsäure bezeichnet (IUPAC Bezeichnung: 1,3,7,9-Tetramethylpurine-2,6,8-trione) ist von seiner Struktur her eng mit Koffein verwandt, da es sich ebenfalls um ein Purinalkaloid handelt.

In den Blättern der Camellia kucha wird Theacrin über eine Biosynthese mit Koffein als Ausgangsstoff gebildet.

Da die Camellia kucha ihrerseits auch einfacher anzubauen ist als der brasilianische Cupuaçu und das Theacrin einfacher aus der Camellia kuche extrahiert werden kann, entstammt das auf dem Weltmarkt erhältliche Theacrin hauptsächlich der erstgenannten chinesischen Teepflanze.

Die Vorzüge von Theacrin in der Übersicht

Aufgrund der hohen strukturellen Ähnlichkeit mit Koffein wirkt Theacrin im Gehirn auf sehr ähnliche Weise.

Zum einen bindet sich Theacrin an die Adenosin-Rezeptoren und hemmt, so wie Koffein auch, die Bindung von Adenosin an diese Rezeptoren.

Wenn Koffein oder Theacrin nicht vorhanden sind, bindet sich Adenosin als Neurotransmitter an diese Rezeptoren und führt zu einer Verminderung ihrer Aktivität.

Dies führt seinerseits zu einer insgesamt verlangsamten und entspannteren Gehirnaktivität, vermehrtem Ruhebedürfnis und mit der Zeit auch einsetzender Müdigkeit.

Durch den Konsum von Koffein und auch Theacrin wird dies unterbunden, wodurch sich der wachmachende Effekt von Koffein und Theacrin ergibt.

Den anderen Teil seiner stimulierenden und antreibenden Wirkung entfaltet Theacrin – genau wie Koffein auch – durch eine Verminderung der Reabsorptionsrate von Dopamin in die entsprechenden Dopamin-Rezeptoren.

Hierdurch steigt die synaptische Konzentration von Dopamin an, was zu den üblichen Effekten höherer Konzentrationen von Dopamin führt: Antrieb, Energie, Euphorie.

Genauso wie Koffein kann also auch Theacrin aufgrund dieses dopaminergen Einflusses etwas süchtig machen.

Anders als Koffein weist Theacrin aber auch noch einige weitere Vorzüge auf:

Wie die Studien

(a) Theacrine, a purine alkaloid obtained from Camellia assamica var. kucha, attenuates restraint stress-provoked liver damage in mice.

und

(b) Theacrine, a purine alkaloid with anti-inflammatory and analgesic activities.

zeigen, kann Theacrin auch dafür sorgen, dass die Konzentration von Gluthation im Körper ansteigt und sich die Leber weiterhin besser von stressbedingten Schäden regenerieren kann.

Des Weiteren weist Theacrin, wie die zweite verlinkte Studie zeigt, auch nützliche anti-inflammatorische (entzündungsbekämpfende) Wirkungen auf, um chronische Entzündungsprozesse im Körper zu lindern.

Bei sehr niedrigen Dosierungen kann Theacrin, wenn es ca. 30 Minuten vor dem Schlafengehen eingenommen wird, im Gegensatz zu Koffein interessanterweise sogar auch als Hilfsmittel zum Einschlafen genutzt werden.

Die Dosierung von Theacrin als Nootropikum/Stimulanz und potenzielle Nebenwirkungen

Momentan (Stand: Anfang 2015) ist Theacrin noch kaum als Einzelsubstanz erhältlich und auch nur sehr wenige fertige Nahrungsergänzungsmittel (z.B. die C4 Pre-Workout Mischung von Cellucor) enthalten Theacrin.

Daher müssen zur Findung einer sinnvollen Dosierungsmenge verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

 

  • Zum einen muss bedacht werden, dass die Kucha Teeblätter ungefähr 1.3 bis 3.5 Prozent Theacrin enthalten, ein normaler Teebeutel von 2 Gramm enthält also ca. 25 bis 70 mg Theacrin.
  • Ein voller Löffel von Cellucor C4 enthält maximal 35.5 mg Theacrin.
  • In verschiedenen Studien zu Theacrin erhielten die Versuchstiere (Ratten und Mäuse) 10 bis 30 mg (bzw. in einer anderen Studie zu Theacrin sogar 48 mg) Theacrin pro Kilogramm Körpergewicht.

 

Wenn man die Dosierungen der Ratten auf Menschen umrechnet, kommt man auf ca. 1.6 bis 4.8 mg/kg, d.h. ein Mensch mit einem Gewicht von 80 kg würde dementsprechend 128 bis 384 mg Theacrin benötigen, um die volle stimulierende Wirkung zu verspüren.

Da auch Koffein in der Regel mit Dosierungen zwischen 100 bis 400 mg effektiv als Stimulans wirkt, erscheint dies realistisch.

Des Weiteren sollte man ebenfalls bedenken, dass Supplementhersteller bei neuen Substanzen zum einen lieber sicherheitshalber eine niedrigere Dosis in ihr Produkt einbauen, zum anderen die Hersteller auch bei den ggf. teuren Rohstoffpreisen für die neue Substanz die Kosten nicht explodieren lassen wollen.

Bis jetzt sind keine ernsten Nebenwirkungen bei der Einnahme von Theacrin bekannt. Aufgrund der sehr großen chemischen Ähnlichkeit zu Koffein sind diese auch nicht zu erwarten.

Im Übrigen dürften bei zu hohen Dosierungen die gleichen Effekte auftreten, wie bei zu hohen Koffeinmengen:
Nervösität, Unruhe, Zittrigkeit und ähnliche Zustände.

Die LD50 Dosis (Menge die bei im Mittel 50 % der Versuchstiere zum Tod führt) liegt bei Ratten bei rund 810 mg/kg, ähnlich wie bei Koffein ist also auch die LD50 Dosis von Theacrin also sehr hoch.

Sofern Theacrin also nicht exzessiv hoch dosiert zugeführt wird, besteht keine Lebensgefahr bei der Einnahme von Theacrin.